Interview mit der bayrischen Krimi Autorin Irene Dorfner

Hallo Irene , ich freue mich sehr, dass Du an diesem Interview teilnimmst! Möchtest Du Dich den Lesern selbst kurz vorstellen?

 

Wie bist Du zum Schreiben gekommen und Autorin geworden?


Hallo Susanne! Zuerst einmal vielen Dank für dein Interesse.

 

Wie bin ich Autorin geworden? Ich habe schon immer viel gelesen, vorwiegend Krimis.


Ich liebe es, wenn die Spannung hochgehalten wird und man am Anfang noch nicht weiß, wer der Täter ist oder wie das Buch endet. Und ich mag es nicht, wenn langatmige Beschreibungen über viele Seiten gehen. Kurze Infos, damit der Leser sich ein Bild machen kann, sind natürlich okay.

Irgendwann habe ich versucht, selbst ein Buch zu schreiben. Dabei habe ich gemerkt, wie viel Spaß mir das macht und habe das zweite Buch geschrieben. Seitdem hat mich die Leidenschaft nicht mehr losgelassen.

Mittlerweile sind es 19 (mit dem ersten 20) Bücher geworden.

Erzähl mir bitte etwas mehr über Deine Bücher. Ich bin immer gespannt auf neue Geschichten! Außerdem kann mir gut vorstellen, dass es vielen anderen Lesern auf dieser Seite ebenso geht.

Mein erstes Buch spielte in Amerika. Ich wollte vermeiden, dass sich Bekannte und Familienmitglieder darin wiederfinden. Aber das habe ich schnell aufgegeben, schließlich lebe ich hier. Deshalb spielen meine Krimis in Baden-Württemberg, wo ich aufgewachsen bin, und in Bayern, wo ich seit über 25 Jahren lebe.


Meine Krimis sind nicht nur spannend erzählt, sondern leben auch von den Charakteren meiner „Helden“.

 Darin erkennt sich der eine oder andere Leser auch selbst, denn menschliche Schwächen und Stärken gehören bei mir dazu, ohne dass sie langweilen.  Das sind Leo Schwartz und seine Kollegen, sowie nette und weniger nette Weggefährten. Alle Bücher sind in sich geschlossene Geschichten, also keine Fortsetzungen. Allerdings wachsen meine „Helden“ mit. 


Was ist Dir besonders wichtig an Deinen Büchern?


Sie sollen spannend sein, wobei das Menschliche nicht zu kurz kommt. Meine Bücher sollen unterhalten. Ich habe keinen erhobenen Zeigefinger und klage nicht an. Manches sehe ich mit einem Augenzwinkern. Und ich achte darauf, dass alles aufgeklärt wird. Ich kann es nicht leiden, wenn manches unbeantwortet bleibt.

 

Als Autor möchtest Du doch wohl am liebsten nur schreiben, oder liege ich da falsch?

Wenn es dann aber an die Fertigstellung Deines Buches es veröffentlicht werden soll, musst Du Dich  Autor mit sehr vielen weiteren Fragen beschäftigen, unter anderem auch mit dem Cover für das Buch.

Wie ist es Dir dabei ergangen? Wann hast Du begonnen Dir zu überlegen, wie das Cover Deines Buches aussehen soll?


Das Cover sollte immer einen Bezug zum Buch haben. Manchmal weiß ich beim Schreiben schon genau, wie das Cover aussehen soll, manchmal ergibt sich das erst, wenn ich das Manuskript fertig habe. Da ich mehrere Bücher mit Leo Schwartz und seinen Freunden geschrieben habe, achte ich auch darauf, dass sie sich optisch voneinander unterscheiden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Cover für ein Buch zu erstellen, zum Beispiel das Cover selbst zu erstellen, ein Premade-Cover auszuwählen und zu erwerben, oder einen Designer mit der Erstellung des Covers zu beauftragen und weitere Möglichkeiten. Es würde mich sehr interessieren, welchen Weg Du für die Cover für Deiner Bücher gewählt hast. Magst Du mir zu Deiner Wahl, und warum es zu Deiner Entscheidung gekommen ist, mehr erzählen?

Ich habe mich dafür entschieden, die bisherigen Cover selbst zu gestalten. Das sind meine Kinder und die möchte ich auch gerne selbst „anziehen“. Hierzu habe ich ein Programm gekauft (Adobe Photoshop). Allerdings überlege ich derzeit, ob es nicht gut wäre, einen Profi hinzuzuziehen. Ich lege mich mit meiner bisherigen Vorgehensweise nicht für alle Zeiten fest, Änderungen sind wichtig. Einige meiner Kollegen haben sich professionelle Hilfe geholt und die Cover sehen super aus. Was nicht heißt, dass meine Cover weniger schön sind.

 

Wie groß, ist Deiner Meinung nach der Einfluss des Covers auf potenzielle Leser und, was meinst Du in welchem Zusammenhang das Kaufverhalten der Leser in Bezug auf Cover, Titel und Inhalt eines Buches besteht? Wie beurteilst Du den Zusammenhang für Deine Bücher?


Ich glaube, dass jeder Teil für sich wichtig ist. Ein schönes, ansprechendes Cover und ein guter Titel sind genauso wichtig wie ein aussagekräftiger Klappentext, der nicht zu viel verrät. Und wenn dazu der Inhalt des Buches passt, ist das Buch für mich perfekt.

Welche Tipps würdest Du anderen Autoren geben – auch besonders noch unerfahrenen jungen Autoren oder Newcomer-Autoren - bei der Entscheidung für ein Cover? 


Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube, das muss jeder Autor für selbst entscheiden. Ich bevorzuge ruhige Cover mit wenig Schrift, aber das muss für andere nicht passen. Ich glaube, jeder Autor sollte sein eigenes Cover so gestalten können, dass er damit glücklich ist und voll dahintersteht. Ob nun selbstgebastelt oder mit Hilfe.

Vielen herzlichen Dank Irene, für die Beantwortung der Fragen! Ich bin davon überzeugt, dass dieses  Interview für viele andere Autoren sehr interessant und aufschlussreich sein kann, wenn es um die Frage geht, welchen Weg sie für die Auswahl des Covers für ihr Buch einschlagen möchten oder sollten. 


 

Zu Deiner Info: Wenn Du auf die einzelnen Cover der Bücher von Irene Dorfner klickst, wirst Du sofort auf ihre Angebote geleitet und kannst dort per "Blick ins Buch" die ersten Kapitel ihrer spannenden Krimis lesen!